Stromversorgung

Eine zuverlässige Stromversorgung ist unerlässlich für sicheres und komfortables Reisen. Ob Tagesausflüge, mehrtägige Exkursionen oder Ozeanüberquerungen – wir planen und installieren ein System, das Ihren individuellen Anforderungen entspricht.

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Energiequellen

Landstrom, Solaranlage, Generator, Wasserkraftgenerator und/oder Benzingenerator – die richtige Kombination ist entscheidend für eine gelungene Reise. Wir helfen Ihnen gerne!


Energiemanagement

In modernen Energiesystemen sind alle Komponenten zur Statusüberwachung, Fehlerbenachrichtigung und Ereignisverarbeitung an ein zentrales Netzwerk angeschlossen. Design und Konfiguration sind entscheidend für Zuverlässigkeit und eine optimale Benutzererfahrung.

Energiespeicherung

Nass-, Gel-, AGM- und/oder Lithium-Batterien (LiFePO4)? Sollten Sie sich für 12 oder 24 Volt entscheiden? Welches Ladegerät, welcher Wechselrichter und welcher MPPT-Regler? Für eine optimale Auslegung und die richtige Verkabelung, Sicherungen und Installation benötigen Sie unsere Expertise und Sorgfalt.

Fachkompetenz und Beratung

Gleichgewicht zwischen Ertrag und Verbrauch

Es gibt vier denkbare Szenarien mit unterschiedlichen Anforderungen und Überlegungen:

1. Landstrom im Yachthafen: Europäischer Standard (230 V/50 Hz/CE-Stecker) oder amerikanischer Standard (120 V/60 Hz/NEMA-Stecker). Ein Victron-Trenntransformator und Steckeradapter ermöglichen die Nutzung von Landstrom überall. Für eine Nachrüstung empfiehlt sich eine 32-A-Landstromverkabelung und -stecker, um die volle Leistung bei 120 V nutzen zu können. Wichtig ist die Möglichkeit, den Stromverbrauch in Yachthäfen mit begrenzter Stromversorgung zu reduzieren. Beachten Sie außerdem, dass Steckeradapter nicht in allen Yachthäfen verfügbar sind.

2. Vor Anker: Idealerweise sollte die Solarleistung den regulären Stromverbrauch an Bord (z. B. Kühlschrank, Beleuchtung, Starlink, Unterhaltungselektronik) ausgleichen. In diesem Fall können abnehmbare, faltbare Solarpaneele zusätzliche Kapazität bereitstellen, um den Betrieb von Motor und/oder Generator zu minimieren.

3. Kurze (Tages-)Ausflüge: Wenn die Solarpaneele vor Anker eine neutrale oder positive Energiebilanz aufweisen, ist es eigentlich nur wichtig sicherzustellen, dass die verfügbare Batteriekapazität ausreicht, um den regulären Verbrauch zuzüglich der intensiven Nutzung des Autopiloten für die Dauer des Ausflugs zu decken.

4. Lange Offshore-Reisen: Dies ist das anspruchsvollste Szenario. Idealerweise wird der Ertrag der Solaranlage und des Hydrogenerators durch den regulären Verbrauch, die intensive Nutzung des Autopiloten und den regelmäßigen Betrieb des Wassermachers ausgeglichen. Bei geringer Sonneneinstrahlung und/oder Wind wird zusätzlich gelegentlich der Motor/Generator und/oder der Generator zugeschaltet.

Die richtige Mischung

Bei der Auswahl von Solarmodulen ist es wichtig, Parallel- und Reihenschaltungen sowie die Anzahl der benötigten MPPT-Wechselrichter sorgfältig zu berücksichtigen. Eine korrekte Auslegung und der richtige Modultyp maximieren den Ertrag und minimieren die negativen Auswirkungen von Faktoren wie Segelschatten. Installieren Sie nur Module, die für die mitunter rauen Bedingungen auf See geeignet sind, und beachten Sie, dass der Ertrag in der Praxis maximal 60 % der auf der Verpackung angegebenen Leistung beträgt (und bei billigen, ungeeigneten Modulen sogar nur 35 %).

Für lange Offshore-Fahrten ist ein Wasserkraftgenerator eine äußerst sinnvolle Ergänzung. Solarpaneele sind maximal 6 bis 8 Stunden in Betrieb; ein Wasserkraftgenerator läuft 24 Stunden am Tag. Mit der richtigen Kombination lässt sich oft das gewünschte Gleichgewicht zwischen Ertrag und Verbrauch erreichen.

Eine korrekte Konfiguration der Lichtmaschine(n) Ihres Motors ist entscheidend. Die gängige Verwendung eines DC/DC-Ladegeräts zwischen der herkömmlichen Starterbatterie und den Lithium-Batterien (LiFePO4) ist eigentlich nur für kleine Boote mit begrenzter Batteriekapazität (< 200 Ah) geeignet. Eine extern geregelte Lichtmaschine, z. B. 24 V/170 A, die die Lithium-Batterien direkt lädt, liefert deutlich bessere Ergebnisse. Für höhere Leistungen sind jedoch ein geeigneter Keilriemen und Riemenscheiben (z. B. ein 6-Rillen-Keilriemen) erforderlich. Diese Konfiguration kann mit einem 12-V-DC/DC-Ladegerät für die Starterbatterie kombiniert werden. Es ist wichtig, den externen Lichtmaschinenregler so zu konfigurieren, dass er unter anderem die BMS-Meldung „Batterie fast voll“ korrekt verarbeitet. Dies verhindert Schäden durch Spannungsspitzen, die entstehen, wenn das BMS die vollen Lithium-Batterien trennt, während die Lichtmaschine unter Volllast läuft.

Der Treibstoffgenerator

Der richtige Bordgenerator hängt stark von Ihrem Nutzungsprofil ab. Reichen andere Energiequellen nur gelegentlich nicht aus und möchten Sie die Batterien lediglich mit der vorhandenen Ladeausrüstung laden, genügt ein kleiner Generator. Auf größeren Schiffen mit hohem Stromverbrauch, wie z. B. Klimaanlage, Warmwasser für die gesamte Crew, Gefriertruhen und einem großen Wassermacher, kann ein Generator als direkte Stromversorgung dienen. Dies stellt natürlich ganz andere Anforderungen an den Generator und das Energiesystem. Aquagrid Marine arbeitet ausschließlich mit hochwertigen Dieselgeneratoren. Gerne unterstützen wir Sie bei der Entwicklung einer passenden Lösung.

Redundanz

Moderne Common-Rail-Dieselmotoren benötigen eine unterbrechungsfreie und stabile Stromversorgung. Die Implementierung einer redundanten Stromversorgung (z. B. Anlasser + Versorgungsbatterie + 12-V/12-V-Wechselrichter) ist relativ kostengünstig und einfach, aber dennoch ein entscheidender Faktor für die Sicherheit von Schiff und Besatzung.

Einblick

Die Bedeutung eines klaren Überblicks über den aktuellen Zustand Ihres Energiesystems kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Es bietet ein erhebliches Maß an Sicherheit, auf einen Blick erkennen zu können, dass alle Komponenten wie erwartet funktionieren und dass ausreichend Energie vorhanden ist (auch wenn Sie sich nicht physisch an Bord befinden).

Leider gehört es zur harten Realität des Hochseesegelns, dass Störungen regelmäßig auftreten. Eine durchgebrannte Sicherung, ein loses Kabel, kein Generator – all das ist möglich. Ein gut durchdachtes Managementsystem erkennt Störungen sofort und ist unerlässlich für eine schnelle Behebung und die Vermeidung größerer Probleme.

Batterien

Intelligente Lithium-Ionen-Batterien (LiFePO4) bieten deutliche Vorteile hinsichtlich Platzbedarf, Speicherkapazität, Ladegeschwindigkeit, maximaler Belastbarkeit und Lebensdauer. Aus Kosten- und Leistungssicht ist eine Kombination aus Lithium-Ionen- und konventionellen Batterien die beste praktische Lösung. Konventionelle AGM-Batterien eignen sich beispielsweise ideal für die hohen Spitzenlasten von Bugstrahlrudern und Ankerwinden. Aquagrid Marine unterstützt Sie bei der Entwicklung von Modifikationen für Ihr bestehendes System oder einer passenden Gesamtlösung für eine komplette Modernisierung.

Wissen

Schulungen sind für eine zuverlässige Stromversorgung an Bord einer Yacht unerlässlich. Eine gut ausgebildete Crew versteht die Funktionsweise der verschiedenen Komponenten, erkennt Störungen frühzeitig und kann sicher eingreifen. Dies reduziert das Ausfallrisiko, erhöht die Sicherheit an Bord und gewährleistet den Betrieb kritischer Systeme.

Unterstützung

Nicht jeder ist Elektriker. Die modernen Systeme von Victron lassen sich per Internet fernsteuern und bei Bedarf anpassen. Auf Wunsch bietet AquaGrid Marine Fernsupport für gelieferte Installationen, sogar über Starlink, selbst mitten auf dem Ozean. Bei Bedarf reisen wir auch international zu Projekten.